Der See-Club Luzern war an den vergangenen Swiss Rowing Indoors, den Ergometer-Schweizermeisterschaften, in Zürich wiederum erfolgreich. Mario Gyr konnte seinen Schweizermeistertitel souverän und zum dritten Mal in Serie verteidigen und Eliane Waser bewies mit einem zweiten Rang erneut, dass sie zu den besten Leichtgewichtsathletinnen unseres Landes gehört.
Den grössten Erfolg konnte Mario Gyr mit der Titelverteidigung bei den Leichtgewichten erlangen. Bestens eingestellt, schon fast locker, ging Mario Gyr an den Start und ebenso souverän verliess er sein „Arbeitsgerät“ nach 6 Minuten und 13 Sekunden. Dazwischen lagen 2000 harte, aber gekonnt gemeisterte Meter. Mario Gyr gehörte von Beginn des Rennens weg zur Spitze und zeigte auf den letzten 500 Meter, dass er die unangefochtene Nummer 1 des schweizerischen Leichtgewichtsrudersportes ist. Der Schweizerrekord von 6.11.5 blieb jedoch auch in diesem Jahr ungeknackt. Doch wenn Mario Gyr sich jährlich wie von der letztjährigen Austragung zur diesjährigen um eine Sekunde steigert, wird er sich spätestens im Olympiajahr 2012 als neuer Rekordhalter feiern lassen können.
Ein gelungenes Comeback feiern durfte Eliane Waser, nachdem sie seit 2007 jeweils aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an den Swiss-Indoors starten konnte. In einem spannenden Wettkampf erreichte Eliane Waser schliesslich hinter Fabienne Albrecht den sehr guten zweiten Platz. Übrigens war es dieselbe Rangierung wie im Jahr 2007, nur dass sich Eliane Waser in den drei Jahren um ganze 14 Sekunden gesteigert hat und der Abstand auf Fabienne Albrecht von 10 auf 3 Sekunden zurückging. Mit diesem Resultat konnten Eliane Waser wie Mario Gyr ihre Top-Form unter Beweis stellen und sich beim anwesenden Nationaltrainer für die Berücksichtigung bei der Bildung starker National-mannschaftsbooten wärmstens empfehlen.
Michael Schmid zeigte im Wettkampf der offenen Herrenkategorie gegen den „Champion im Abonnement“ André Vonarburg ebenfalls eine gute Leistung. Mit seinem 11. Rang unterstrich er seine Ambitionen für eine Aufnahme ins U23-Nationalteam. Damit ihm dies auch gelingt, muss Michael Schmid nun auf dem Wasser bis und mit den Trails im Frühling an die Resultate des vergangenen Herbstes anknüpfen.
Bei den Junioren und Juniorinnen, von denen jeweils die Besten unseres Clubs an den Swiss-Indoors teilnehmen dürfen, konnten ebenfalls gute Leistungen verzeichnet werden. Für eine Medaille hat es in diesem Jahr keiner Juniorin und keinem Junioren gereicht. Die Gesamtleistung der Mannschaft ist mit zehn Plätzen in den Top-12 aber beachtlich. Zusätzlich haben viele ihre persönliche Bestzeit unterboten, was auf Fortschritte in der persönlichen Entwicklung schliessen lässt. Doch im Leistungssport werden vor allem die Podestplätze gefeiert bzw. gemessen und müssen deshalb das Ziel jedes Einzelnen und der gesamten Mannschaft bleiben. Inwiefern die gute Ergo-Leistung der Mannschaft auf dem Wasser mit schnellen Booten bestätigt werden kann, werden wir spätestens an der ersten Regatta in Lauerz am 24. und 25. April erfahren.
PS. Unser ehemalige Cheftrainer David Gabel hat es auch in diesem Jahr geschafft, den Meistertitel bei den Masters souverän zu verteidigen. Diesmal ging der Sieg aber nicht mehr zugunsten des See-Club Luzern sondern auf das Konto des RC Thalwil, David Gabels neuem Wirkungsort.